Golden Globes an Michael Haneke und Christoph Waltz
Der Regisseur Michael Haneke und der Schauspieler Christoph Waltz setzten ihren gemeinsam bei den Filmfestspielen in Cannes begonnenen Siegeszug bei den zweitwichtigsten US-Filmpreisen fort.
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„Das weiße Band“ von Haneke wurde zum besten nicht-englischsprachigen Film gekürt. Foto: EPA/Gombert |
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Los Angeles – Beide für Golden Globes nominierten Österreicher konnten in der (heutigen) Nacht auf Montag in Los Angeles die begehrten Filmpreise auch tatsächlich nach Hause nehmen: Michael Haneke und Christoph Waltz, beide bereits bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet, setzten ihren Siegeszug bei den zweitwichtigsten US-Filmpreisen fort: „Das weiße Band“ von Haneke wurde zum besten nicht-englischsprachigen Film gekürt, Waltz wurde für seine Rolle des SS-Offiziers Hans Landa in Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet.
Haneke setzt sich durch
Haneke setzte sich mit seinem eindrücklichen Schwarz-Weiß-Film, der in Norddeutschland vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs den gesellschaftlichen und strukturellen Ursachen von Gewalt nachspürt, gegen Filme aus Italien („Baaria“), Spanien („Zerrissene Umarmungen“), Chile („La Nana“) und Frankreich („Un Prophete“) durch und nahm den Preis von Sophia Loren entgegen. Er bedankte sich ausdrücklich bei der fantastischen Crew und den Kinderdarstellern: „Der Preis gehört auch euch!“
Zuvor hatte „Das weiße Band“ neben der Goldenen Palme auch bereits drei Europäische Filmpreise gewonnen. Eine Oscar-Nominierung des von Deutschland eingereichten Streifens gilt nun ebenso wie eine Nominierung von Waltz als wahrscheinlich. Die Nominierungen werden am 2. Februar bekanntgegeben, die Oscar-Gala steigt am 7. März.
Bestätigung für Waltz
Der in London lebende österreichische Schauspieler Christoph Waltz (53) setzte sich gegen Matt Damon („Invictus“), Woody Harrelson („The Messenger“), Christopher Plummer („Ein russischer Sommer“) und Stanley Tucci („In meinem Himmel“) durch. Er nahm seine Auszeichnung von der Schauspielerin Halle Berry entgegen und bedankte sich überschwänglich: „Ich habe Bestätigung gebraucht“, sagte Waltz, „und ich habe sie von so vielen wundervollen Leuten bekommen. Ich hätte nie gedacht, dass meine Welt einmal Teil dieser Konstellation sein würde - und ihr habt sie sogar vergoldet.“ Waltz, der vor dem Tarantino-Film, in dem er als charmant-verschlagener „Judenjäger“ Stars wie Brad Pitt an die Wand spielt, einer breiten Öffentlichkeit kaum bekannt war, wird in seinem nächsten Filmprojekt unter David Cronenberg in „The Talking Cure“ Sigmund Freud spielen.
James Cameron ausgezeichnet
Als Bester Regisseur erhielt James Cameron zwölf Jahre nach seinem Globe für „Titanic“ den Golden Globe für „Avatar“, „The Hangover“ siegte in der Kategorie „Beste Komödie/Musical“. Golden Globes gingen auch an Sandra Bullock für „The Blind Side“ (Beste Hauptdarstellerin - Drama), Meryl Streep für die Verkörperung der Starköchin Julia Child in „Julie & Julia“ (Beste Hauptdarstellerin in einer Komödie) und an Mo‘Nique für ihrer Rolle als tyrannische Mutter in dem Sozialdrama „Precious“ (Beste weibliche Nebenrolle). Bester Animationsfilm wurde der Pixar-Streifen „Up“.
Die Golden Globes werden vom Verein der Auslandspresse Hollywoods in 25 Kategorien für Film und Fernsehen vergeben. (APA)
















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